Kopalnia Bóbrka

ERDÖL-BERGWERK IN BÓBRKA

Natürliche Erdölaustritte gab es im Bóbrka-Wald seit eh und je, doch erst im Jahre 1854 entstand das Bergwerk und es wurde mit der industriellen Ausbeutung begonnen. Vorreiter der Mineralölindustrie, Gründer des Bergwerks in Bóbrka waren: Ignacy Łukasiewicz – ein bescheidener Apotheker; Tytus Trzecieski – Grundbesitzer und Urheber der Bergwerksgründung und Karol Klobassa-Zrencki – Besitzer des Dorfs Bóbrka. Dank einvernehmlicher Zusammenarbeit, dem Engagement und einer großen Leistungsfähigkeit der  Gründer entstand das erste komplexe Erdölunternehmen der Welt.

IM JAHRE 1853: AM 31. JULI wurden zum ersten Mal öffentlich Petroleumlampen im Krankenhaus in Lemberg-Łyczakow angezündet. Dieses Datum hat sich auf den Karten der Geschichte als ein symbolischer Tag der GEBURT DER MINERALÖLINDUSTRIE eingetragen.

1854 wurde Łukasiewicz von Tytus Trzecieski nach Bóbrka eingeladen, wo natürliche Austritte von Erdöl entdeckt wurden, welches im 19. Jahrhundert als Steinöl bezeichnet wurde. Trze­cieski schlug die Gründung einer Erdölgesellschaft vor, die sich mit der Ausbeutung des Ölfelds von Bóbrka befassen sollte. Es wurde mit der Bohrung der ersten Ausgrabungsbrunnen mit Erdöl begonnen. Im Jahre 1855 stieß man im Ausgrabungsbrunnen „Wojciech” auf einen großen Steinölzufluss. Die Folge der Entdeckung war die Gründung der Destillerie in Ulaszowice im Jahre 1856.

1861 entstand die offizielle, obwohl mündlich gegründete Erdölgesellschaft. Trze­cieski investierte mit Geldanlage, Klobassa gab das Bergwerksgelände, Łukasie­wicz übernahm hingegen die Leitung des gesamten Unternehmens.

Das florierende Unternehmen wurde auf Initiative von Łukasie­wicz im Jahre 1871 aufgelöst, als er von 1/3 der Geschäftsanteile zurücktrat und die Funktion des Direktors beibehielt.  Er leitete weiterhin die Raffinerie und kaufte das Rohmaterial für Destillation von den Gesellschaftern, aber er bezog kein Einkommen vom Bergwerk, die für hervorragende Organisation und moderne Förderverfahren bekannt war. Die Arbeiter stammten aus den dortigen Dörfern.

Ansatz des Bergwerks war ein 120 m langer und 120 cm tiefer Graben, an der Stelle genannt Wrzankom ausgegraben, wo reichhaltige Steinölaustritte beobachtet wurden. Łukasiewicz modernisierte das Unternehmen, indem er fachmännische Ratschläge damaliger anerkannter Fachgrößen aus den Bereichen Geologie und Tiefbohrtechnik nutzte. In der Vervollkommnung der Bohrverfahren unterstützten ihn Adolf Jabłoński und Henryk Walter, der das Schlagbohren mit Anwendung der Fabian-Freifall-Bohrschere einführte. Eine große Verbesserung war die Anwendung des Antriebs mit Dampfmaschine durch Albert Fauc­k, die die menschliche Kraft im hohen Maße eliminierte und die Möglichkeit gab, bis zu 240 m Tiefe zu bohren.

Łukasiewicz beschäftigte sich vollständig mit der Erdölverarbeitung und erzielte einzigartig gute Petroleumarten. Die Weltpotentaten in der Mineralölindustrie zeigten Interesse daran. Die Raffinerie-Produkte vertrieb er in den Läden in Tarnów, Kra­kau und Warschau. Persönlich befasste er sich mit der Werbung für Erdölprodukte, indem er an nationalen und internationalen Ausstellungen teilnahm. Industrielle Aktivitäten verband er mit der öffentlichen und sozialen Tätigkeit.

Nach dem Tod von Łukasiewicz wurde Adolf Ja­błoński, und anschließend Zenon Suszyc­ki Bergwerksdirektor. Das Bergwerk in Bóbrka überstand Kriegsturbulenzen und in den 50. Jahren des 20. Jahrhunderts erlebte es eine Wiedergeburt, als in der südlichen Krümmung des Sattels neue Ölfelder entdeckt wurden. Auf dem Museumsgelände gibt es weiterhin in Betrieb befindliche Erdölbohrungen.

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