Bitków-Bohranlage diente zum Schlagbohrverfahren bis zur Bohrtiefe von 1500m. Sie wurde im Erdölbergwerk in Bitków gebaut. Das Bohrverfahren mittels der Bohranlage „Bitków“ wurde von den polnischen Konstruktoren eingeführt und in zwei Ausführungen verwendet: mit Meißel oder Zupfseil. Dabei hing das Bohrgerät (Meißel – Schwerstange – Rutschschere) an einem Seil. Nach dem Fallen des Meißels auf die Bohrlochsohle wurde das Seil über eine Rolle an einer Kurbel der Vorgelegewelle geführt. Durch die Drehbewegung der Vorgelege mit dem an der Welle angebrachten Kurbel ist das Bohrgerät rhythmisch hochgerissen und frei gefallen und somit waren rhythmische Schläge auf die Bohrlochsohle möglich. Davon ist der übliche Name des Verfahrens, d.h. „Ruckverfahren“, abgeleitet. Die Drehung des Meißels für die zentrische Bohrung des Bohrloches war durch die Befestigung des Bohrgeräts am Seil mit einer sogenannten Seilflasche möglich. Im Zuge der Bohrung wurde das Seil so allmählich heruntergelassen, damit der Stoß auf die Sohle des Bohrloches durch die Seilelastizität entstand. Einerseits führte das Ruckverfahren zu einer erheblichen Verbesserung der Bohrleistung, aber andererseits erforderte es sehr große Fähigkeit der Bohrer.