Dampflokomobile der Firma Clayton & Shuttleworth.

Eine Lokomobile ist ein fahrbarer Dampfkessel mit auf dem Kessel montierter Dampfmaschine und einer Transmissionsriemenscheibe.

Grundelemente der Lokomobile:

  1. Zylindrischer Behälter als Wasser- und Dampfraum.
  2. Feuerung
  3. Flammrohre.
  4. Rauchkammer.
  5. Dampfmaschine.
  6. Schwungrad.
  7. Schornstein
  8. Fahrwerk.

Die Dampfmaschine der Lokomobile erreichte eine Leistung von 5 bis 20 PS bei einem Dampfdruck von 3 bis 7 Atmosphären. Der Motor war sehr flexibel, erlaubte kurzfristig recht erhebliche Überlastungen und erforderte keine Verwendung eines Getriebes, auch wenn sein thermischer Wirkungsgrad mit etwa 15 % niedrig war. Der Kessel ist zylindrisch ausgeführt.

Durch ihn verlaufen mehrere Flammrohre. Das sind Rohre, deren Anfang mit der Feuerung und deren Ende mit der Dymnica (Rauchkammer) verbunden ist. Die in bestimmten Abständen angeordneten Flammrohre waren von Wasser umgeben, was die Leistungsfähigkeit des Kessels deutlich erhöhte. Als Brennstoff wurden im Kessel Holz oder Kohle verwendet. Die Lokomobile besitzt keine zentrale Schmieranlage. Da die Dampfmaschine der Lokomobile 160-350 Umdrehungen pro Minute erreichte, wurden nur die Schlüsselpunkte wie Kolben und Schieber geölt. An den übrigen Punkten wurde festes Schmierfett eingepresst.

Auf den polnischen Gebieten wurde im Jahr 1857 erstmals eine Dampfmaschine in der Landwirtschaft eingesetzt. Lokomobilen fanden auch in den ersten Erdöldestillerien Verwendung, wo sie zum Antrieb von Pumpen dienten, die Rohöl und Erdölprodukte förderten.

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