Raffineriesektor: Raffinerie in Jasło

Im Jahr 1888 begann der Bau der Raffinerie in Niegłowice bei Jasło, der 1895 abgeschlossen wurde. Die Raffinerie trug den Namen Mineraloel-werke Gartenberg und Schreier A.G. Jasło. Im Jahr 1891 wurden in Niegłowice über 1482 Tsd. Tonnen Rohöl verarbeitet, und ein Jahr später 2131 Tsd. Tonnen. Die Raffinerie beschäftigte etwa 300 Mitarbeiter. Während des Ersten Weltkriegs kam es infolge der Frontverlagerung bei Gorlice dazu, dass die österreichische Gegenoffensive bei Jasło stecken blieb; damals geriet die Raffinerie in Brand. Sie wurde schnell wiederaufgebaut, und am 1. Juli 1915 nahm man einige Produktionsabteilungen wieder in Betrieb. In der Zwischenkriegszeit gehörte die Raffinerie weiterhin denselben Eigentümern und war Teil des Konzerns Petinag A.G. Gartenberg und Schreier in Amsterdam. Bis 1925 wurde die Raffinerie ausgebaut und modernisiert. In den Jahren 1928-1929 arbeiteten in der Raffinerie etwa 400 Mitarbeiter. Im Jahr 1930 wurde eine einstufige Rohr- und Kolonnendestillation mit einer Verarbeitungskapazität von rund 30.000 Tonnen pro Jahr errichtet. Um die Jahre 1937-1938 verarbeitete sie bereits etwa 40.000 Tonnen Rohöl sowie 12.000 Tonnen Rohbenzol zu Motorbenzol. Während des Zweiten Weltkriegs fand am 1. September 1939 die erste Bombardierung der Raffinerie statt.

 

Auf Grundlage des nationalsozialistischen Rechts zu jüdischen Unternehmen wurde die Raffinerie konfisziert. Am 1. August 1944 wurde die Produktion eingestellt. Die Deutschen begannen, Anlagen und Maschinen abzutransportieren. Infolge eines Bombenangriffs sowjetischer Flugzeuge wurden am 15. Januar 1945 die Lagertanks der Raffinerie sowie die Ölraffinationsabteilung schwer beschädigt. Die feierliche Wiederinbetriebnahme der Raffinerie fand am 28. September 1946 statt und wurde mit dem I. Erdölkongress der Vereinigung der Ingenieure und Techniker der Flüssigbrennstoffindustrie verbunden. Die Raffinerie begann mit der Verarbeitung von Rohöl in einer Menge von 3.000 Tonnen pro Monat. Nach 1989 durchlief sie zahlreiche Eigentumsumwandlungen. Heute gehört die Raffinerie zur ORLEN S.A.-Gruppe.

Aufgrund der nationalsozialistischen Gesetze gegen jüdische Betriebe wurde die Raffinerie beschlagnahmt. Am 1. August 1944 wurde die Produktion eingestellt. Die Deutschen begannen mit dem Abbau von Anlagen und Maschinen. Ein Bombenangriff sowjetischer Flugzeuge am 15. Januar 1945 beschädigte die Lagertanks und die Ölraffinerieabteilung der Raffinerie schwer. Die Raffinerie wurde am 28. September 1946 im Rahmen des 1. Erdölkongresses des Verbandes der Ingenieure und Techniker der Flüssigbrennstoffindustrie offiziell eröffnet. Die Raffinerie nahm die Verarbeitung von Rohöl mit einer Rate von 3.000 Tonnen pro Monat auf. Nach 1989 wechselte sie mehrmals den Besitzer. Aktuell gehört die Raffinerie zur ORLEN S.A. Gruppe.

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