Im Jahr 1863 gründeten H. Altman und Józef Gottlie aus Drohobycz eine Erdöldestillerie. Anschließend verkauften sie sie an Mojżesz und Leizor Gartenberg. Die Destillerie stellte auf die Verarbeitung von Erdwachs um. Mitte der 1870er Jahre führten die Brüder Gartenberg bei der Verarbeitung von Erdwachs und der Erdöldestillation überhitzten Wasserdampf ein. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging die Raffinerie in das Eigentum der englischen Aktiengesellschaft The Anglo-Galician Company Ltd über und nahm den Namen „Galicja” an. Um 1903 verarbeitete sie 60.000 Tonnen Rohöl pro Jahr. Im Jahr 1914 verfügte die Raffinerie über zwei Destillationsanlagen: eine periodisch arbeitende, bestehend aus sieben normalen Kesseln, sowie eine kontinuierliche Rohöldestillation, bestehend aus neun Kesseln.
Sie besaß außerdem drei Destillationskessel für Asphalt sowie zehn Kessel für das thermische Cracken. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete die Raffinerie nach der Besetzung des Borysław-Beckens durch österreichische und deutsche Truppen weiter, da sie während der russischen Besatzung keine Schäden erlitten hatte. Die Raffinerie wurde auf eine Verarbeitungskapazität von 140.000 Tonnen Rohöl pro Jahr ausgebaut. Es wurde eine Anlage für thermisches Cracken nach dem System „Cross” errichtet. Als erste nahm sie die Produktion der Straßenasphalte „Molfalt” und „Gambit” sowie von Imprägniermitteln auf.
Ihre unter der Marke „Galtol” verkauften Öle genossen bei den Abnehmern hohe Anerkennung. Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sie sich innerhalb der Grenzen der UdSSR.