Die Raffinerie in Peczeniżyn wurde 1883 von der Firma „Stanisław Szczepanowski i Spółka” errichtet. Sie war damals die modernste und größte Raffinerie in Galizien und war eine Zeit lang hinsichtlich der Verarbeitung die drittgrößte in Europa – nach den Raffinerien in Budapest und Rijeka.
Die Raffinerie verarbeitete Rohöl, das von der Gesellschaft gefördert wurde, sowie den Großteil des Rohöls aus Słoboda Rungurska. Bei der Raffinerie wurden zwei Kerosintanks mit einem Fassungsvermögen von 50 bzw. 30 Zisternen sowie zwei Rohöltanks mit einem Fassungsvermögen von 35 bzw. 20 Zisternen errichtet, außerdem eine Eisenbahnlinie.
Infolge unpräziser Verträge und Machenschaften der Teilhaber verlor Stanisław Szczepanowski seine Anteile an den Gruben in Słoboda sowie an der Raffinerie in Peczeniżyn, die von der Bank der Familie Biedermann übernommen wurde. Bis 1939 war die Raffinerie Eigentum des Konzerns „Małopolska“, und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb sie innerhalb der Grenzen der UdSSR.